Sonnschied 
Eine kleine Gemeinde im Hunsrück


Chronik von Sonnschied

Die Bilder auf dieser Seite zeigen das Leben in unserem Dorf, wie es früher einmal war.

1975 feierte Sonnschied sein 600 jähriges Bestehen. Die genaue Entstehung des Ortes ist aber zeitlich nicht festzulegen. Die Jahreszahl 1375, auf welche sich die 600 Jahrfeier beruft, ist die erste namendliche Beurkundung der Gemeinde Sonnschied.  

Anfang des 14. Jahrhunderts gehörte die Ortschaft zum Territorium der Rhein- und Wildgrafen und bildete zusammen mit dem Nachbarort Wickenrodt ein gemeinsames Gericht. 

1515 wurde Sonnschied durch den zweiten Wild- und Rheingräflichen Teilungsvertrag von Wickenrodt getrennt. Sonnschied war zu Beginn des 18. Jahrhunderts im Besitz der Grafen Sahn-Kyrburg, die zum Zweig der Rhein-und Wildgrafen gehörten.  

Im Beiträge- und Abgabenverzeichnis vom Jahre 1727 finden wir Namen, die auf nur sieben Häuser bzw. Hausgemeinschaften schließen lassen. Diese Einwohner erbauten in den Jahren 1727–29 die evangelische Kapelle, welche noch heute rege genutzt wird.   

1844/45 wurde die Ortschaft erstmals präzise vermessen. Der Vermesser notierte für Sonnschied drei Brunnen: einen Gemeindebrunnen und zwei private Brunnenanlagen, die jeweils von vier bzw. fünf Familien gemeinsam genutzt wurden.  

Um das Jahr 1900 wurden die Haushalte mit fließendem Wasser versorgt, welches aus einem oberhalb der Ortschaft gelegenen Stollen in den Ort floß.  Dieser Stollen ist auch heute noch erhalten.  

1916 erfolgte der Anschluss an die Elektrizitätsversorgung. Dokumente belegen für 1916 ein Transformatorenhäuschen der Oberstein-Idarer Elektrizitätsgesellschaft.     

1975 wurde mit einem großen Festakt das 600 jährige bestehen von Sonnschied gefeiert. Aus diesem Anlaß wurde auch eine ausführliche Chronik über die Entstehung und Entwicklung des Ortes erstellt.

1980 erfolgte die Erschließung des Neubaugebietes "Im Pferch" 

1995-1999 - Neugestaltung des Ortsbildes- Von 1995-99 wurde durch verschiedene infrastrukturelle Modernisierungen das Ortsbild neu geprägt. Es wurde ein Kinderspielplatz in der Dorfmitte errichtet und die Strassen erhielten neue Namen.

2010 Wurde der Ort an schnelles Internet angeschlossen. 

In seinem Grußwort zur 600 Jahrfeier beschreibt der damalige Landrat des Landkreises Birkenfeld, Herr Dr. Beyer, unser Dorf mit folgenden Worten:

" Als eine der kleinsten Gemeinden im Landkreis ist Sonnschied, insbesondere wegen der Lage auf der Anhöhe zwischen den beiden Wirtschaftszentren Kirn und Idar-Oberstein, vom hektischen Verkehr des Nahetales ausgeschlossen.Vielleicht gerade deshalb hat sich in dieser Gemeinde ein intaktes Gemeinschaftsleben erhalten, dessen Wert man in unserer schnelllebigen Zeit nicht hoch genug einschätzen kann. Aus diesem gesunden Gemeinschaftssinn erwächst auch die Verbundenheit zur Heimat."

Fast 50 Jahre später ist dieses Grußwort noch hochaktuell. Trotz Modernisierung des Ortes mit neuen Straßen, schnellem Internet, etc. bleibt das Leben in der Dorfgemeinschaft ein wichtiger Grund hier in dieser schönen Natur zu leben und zu arbeiten.